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Mittwoch, 26. April 2017
 

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Finanzierung der Fähre auf dem Prüfstand
Bund und Land sprechen sich für Fortbestand aus und sehen Lösung im Tourismus

Seitdem die Fähre von der Gemeinde Elbe-Parey übernommen wurde, ist die Finanzierung des Fährbetriebs immer wieder ein Thema. Ob es hierfür Lösungen von höherer Stelle gibt, sollte die jüngste Arbeitsberatung zeigen, zu der Detlef Radke (Landtagsabgeordneter der CDU) eine Reihe von Vertretern von Kommunen, Land und Bund in die Gemeinde geladen hatte. Für Elbe-Pareys Bürgermeisterin Nicole Golz war klar, dass sich in Zeiten der Haushaltskonsolidierung und der immer noch aktiven Haushaltssperre etwas tun muss. Zu groß ist das Minus, das sich jedes Jahr durch Ausfälle, Reparaturen oder Witterungsverhältnisse anhäuft. Im Jahr 2014 waren es „nur“ 15.000 Euro, doch im letzten Jahr ergab sich durch Reparaturen in Höhe von 29.000 Euro und Stillstand der Fähre am Ende ein Verlust von 58.000 Euro. Um dem entgegenzusteuern, hatte die Verwaltung im letzten Jahr das Benutzungsentgelt erhöhen müssen und auch die Personalkosten reduziert. Die Fähre wird seitdem mit einem Fährführer und ohne Kassierer betrieben. Doch beide Maßnahmen reichen nicht aus, die Fähre auf Kurs zu bringen.
Dennis Gruber vom Landkreis Stendal sprach der Fähre eine große Bedeutung zu, denn die südlichste der 4 Fähren des Landkreises sei ausgesprochen wichtig, um den Tourismus anzukurbeln. Geld werde er aber nicht bereitstellen, denn auch die anderen 3 Fähren könnten nicht unterstützt werden. Etwas optimistischer äußerte sich Bernd Girke vom Landkreis Jerichower Land. Er zweifelt nicht an der Notwendigkeit der Fähre, sieht aber in Kürze keine Möglichkeit einer Bezuschussung, auch nicht durch den Nachtragshaushalt des Landkreises. 

Foto v. l. Thomas Webel, Nicole Golz

Hoffnungen legte er in die Haushaltsplanung 2017/18, denn der Landkreis werde künftig mehr Geld für den Tourismus bereitstellen. Manfred Behrens, Bundestagsabgeordneter der CDU/CSU, sah ebenfalls den Tourismus als einzige Möglichkeit, Förderungen des Bundes zu prüfen. Hier würde eventuell die Landesinitiative „Blaues Band“ in Frage kommen, die sich auf die Entwicklung des Wassertourismus in Sachsen-Anhalt spezialisiert hat. Die Wichtigkeit der Fähre untermauerten auch Griebens Ortsbürgermeisterin Rita Platte und Ferchlands Ortsbürgermeister Otto Schmidt.


Thomas Webel, Minister für Landesentwicklung und Verkehr, brachte die Landesbedeutsamkeit der Fähre noch einmal auf den Tisch. Diese ist insofern wichtig, damit das Land überhaupt unterstützend eingreifen kann. Zwar konnte auch er keine zusätzlichen Mittel in Aussicht stellen, doch immerhin werden 50 Prozent der Nettokosten der Landrevision erneut vom Land übernommen. 50.000 Euro wird die Landrevision in diesem Jahr verschlingen.
Auch wenn am Ende niemand Geld im Gepäck hatte, war die Runde für Nicole Golz ausgesprochen wichtig. Sie setzt Hoffnungen in die Aussichten des Landkreises und wird bei den Vertretern von Land und Bund immer wieder nachhaken. Mit der Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte möchte sie künftig eng zusammenarbeiten und besser kommunizieren, damit die andere Elbseite bei einem Ausfall der Fähre rechtzeitig informiert wird.

 

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