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Freitag, 3. September 2010
 
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Derben
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Wappen


Gemeinde Elbe-Parey
Ortsteil DERBEN

Ortsbürgermeister:
Werner Meier

Einwohnerzahl:
745  (Stand: 12/2009)

Flächengröße:
1125 ha

Namensbedeutung:
Derben kann zum einen von den slawischen
Worten "derwo, drjewo" gleich
"Holzdorf" hergeleitet worden sein,
zum anderen ließe die Geschichte
aber auch die Übersetzung der
Wörter "darbna, darobna" gleich
"geschenktes Gut" zu.

Erste urkundliche Erwähnung:
Derben wurde erstmals in den erzb.
Lehnbüchern zu Magdeburg von
1368-1371 ohne präzise
Datierung erwähnt.

Sehenswürdigkeiten:
Einen besonderen Reiz bietet die
hügelige Landschaft um Derben.
Wandermöglichkeiten gibt es an
der idyllisch gelegenen
Baggerelbe, auf dem Elbdeich zur
Pareyer Schleuse oder zum
Steilufer (Galgenberg), ein gern
besuchter Ort, der einen herrlichen Blick über die Elbauen ermöglicht.
In der neogotischen Kirche
befinden sich Grabdenkmäler aus
dem 16. und 18. Jahrhundert.


Übersichtsplan
© Elbe-Havel Stadtplanverlag

Satellitenbild
© Google Earth

mehr über Derben  
© Wikipedia
Von der Hochfläche bei Neuderben erschließt sich eine weite Sicht auf unser Dorf. Weitere Hochflächen mit den Erhebungen Galgenberg (62 m), Schinderberg (58 m) und Weinberg (54 m) sowie die Elbe mit ihren Auen verleihen Derben und seiner Umgebung einen beschaulichen Anblick.

Das ehemalige hübsche Schifferdorf hat sich heute mit den teilweise sanierten Straßen und Häusern und den gepflegten Vorgärten wieder zu einem attraktiven Dorf entwickelt. Zahlreiche Feste und Veranstaltungen wie Maifest, Sommerfest, „Pellkartoffelessen" haben inzwischen eine gewisse Tradition und zeugen von einem lebendigen Ort.

Bedingt durch den Elbverlauf und die Fertigstellung des Plauer Kanals entwickelte sich in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts die Schifffahrt in Derben. Etwa 200 Jahre bestimmte sie das Leben im Ort, mehr als die Hälfte der ca. 1000 Einwohner lebte von der Schifffahrt. Die in dieser Zeit gegründeten Schiffswerften der Familien Bolle (1863) und Lösche (1799) arbeiten heute noch erfolgreich. Neben der Schifffahrt ernährten sich die Derbener von der Fischerei, der Ziegelindustrie und der Landwirtschaft. Die um 1680 entstandene Staatsdomäne bestand bis 1945. Zuvor waren die Rittergutsfamilien v. Plotho, v. Kagen, v. Werder und v. Lochow die Besitzer des Dorfes.

In der Mitte des Ortes befindet sich die 1912 im neogotischen Stil errichtete Kirche. Ein querrechteckiger Dachturm am Westgiebel des langgestreckten Baus trägt auf seinem Satteldach ein kupfernes, sechseckiges Türmchen mit geschweifter Haube. Der Innenraum besitzt ein hölzernes Tonnengewölbe mit ornamentaler Ausmalung.

Die Vorgängerkirche, ein romanischer Feldsteinbau, befand sich auf dem heutigen Kirchplatz im Süden des Dorfes. Ein Gedenkstein erinnert daran.

Der Ortsteil Neuderben entwickelte sich um 1745 mit dem Bau der ersten Schleuse unweit des Ortes und erhielt auch zunächst den Namen „Pareyer Schleuse". Erst 1891 (mit Fertigstellung der heutigen Schleuse unweit der Elbe) wurde der Ort in „Neuderben" umbenannt. Heute ist Neuderben ein kleines schmuckes Dorf, auf das die ca. 160 Einwohner zurecht stolz sind.



 

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