Ortschaft Derben

Von der Hochfläche bei Neuderben erschließt sich eine weite Sicht auf unser Dorf. Weitere Hochflächen mit den Erhebungen Galgenberg (62 m), Schinderberg (58 m) und Weinberg (54 m) sowie die Elbe mit ihren Auen verleihen Derben und seiner Umgebung einen beschaulichen Anblick.

Das ehemalige hübsche Schifferdorf hat sich heute mit den teilweise sanierten Straßen und Häusern und den gepflegten Vorgärten wieder zu einem attraktiven Dorf entwickelt. Zahlreiche Feste und Veranstaltungen wie Maifest, Sommerfest, „Pellkartoffelessen" haben inzwischen eine gewisse Tradition und zeugen von einem lebendigen Ort.

Bedingt durch den Elbverlauf und die Fertigstellung des Plauer Kanals entwickelte sich in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts die Schifffahrt in Derben. Etwa 200 Jahre bestimmte sie das Leben im Ort, mehr als die Hälfte der ca. 1000 Einwohner lebte von der Schifffahrt. Die in dieser Zeit gegründeten Schiffswerften der Familien Bolle (1863) und Lösche (1799) arbeiten heute noch erfolgreich. Neben der Schifffahrt ernährten sich die Derbener von der Fischerei, der Ziegelindustrie und der Landwirtschaft. Die um 1680 entstandene Staatsdomäne bestand bis 1945. Zuvor waren die Rittergutsfamilien v. Plotho, v. Kagen, v. Werder und v. Lochow die Besitzer des Dorfes.

In der Mitte des Ortes befindet sich die 1912 im neogotischen Stil errichtete Kirche. Ein quer-rechteckiger Dachturm am Westgiebel des langgestreckten Baus trägt auf seinem Satteldach ein kupfernes, sechseckiges Türmchen mit geschweifter Haube. Der Innenraum besitzt ein hölzernes Tonnengewölbe mit ornamentaler Ausmalung.

Die Vorgängerkirche, ein romanischer Feldsteinbau, befand sich auf dem heutigen Kirchplatz im Süden des Dorfes. Ein Gedenkstein erinnert daran.

Der Ortsteil Neuderben entwickelte sich um 1745 mit dem Bau der ersten Schleuse unweit des Ortes und erhielt auch zunächst den Namen „Pareyer Schleuse". Erst 1891 (mit Fertigstellung der heutigen Schleuse unweit der Elbe) wurde der Ort in „Neuderben" umbenannt. Heute ist Neuderben ein kleines schmuckes Dorf, auf das die ca. 160 Einwohner zurecht stolz sind.

Der Ortschaftsrat und seine Mitglieder

Der Ortschaftsrat Derben besteht aus 7 Ortschaftsratsmitgliedern. Öffentliche Ortschaftsratssitzungen finden in unregelmäßigen Abständen im Dorfgemeinschaftshaus statt. Die Bekanntmachungen der Sitzungen des Ortschaftsrates erfolgen im Aushangkasten am Verwaltungsgebäude der Gemeinde Elbe-Parey, Ernst-Thälmann-Straße 15.

Das Wappen von Derben

Wappen von Derben

Die Gemeinde Derben führte als Wappen in einem blauen Schild drei silberne Fische. Der obere und der untere sind nach links, der mittlere ist nach rechts gerichtet. Der Wappenentwurf beruht auf einem alten Gemeindesiegel.

Derben liegt im Stromgebiet des Elbe-Flusses. Die Landschaft ist geprägt vom Wasser- und Fischreichtum. So ist es logisch, dass schon früh diese lokalen Besonderheiten für den Ort prägend wurden. Das Wappen geht auf diese Merkmale ein. Die Farben der Gemeinde waren Weiß/Blau.

Mit dem Zusammenschluss zur Gemeinde Elbe-Parey am 1. September 2001 verlor das Wappen seinen offiziellen Charakter. Es symbolisiert aber weiterhin die Geschichte des Ortes.

Eindrücke aus Derben

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Wichtige Fakten

Ortsbürgermeister: Werner Meier
Einwohnerzahl: 810 (Stand: 12/2018)
Flächengröße: 1125 ha

Erste urkundliche Erwähnung: Derben wurde erstmals in den erzb. Lehnbüchern zu Magdeburg von 1368-1371 ohne präzise Datierung erwähnt.

Derben in der Gemeinde Elbe-Parey

Sehenswürdigkeiten

Einen besonderen Reiz bietet die hügelige Landschaft um Derben. Wandermöglichkeiten gibt es an der idyllisch gelegenen Baggerelbe, auf dem Elbdeich zur Pareyer Schleuse oder zum Steilufer (Galgenberg), ein gern besuchter Ort, der einen herrlichen Blick über die Elbauen ermöglicht. In der neogotischen Kirche befinden sich Grabdenkmäler aus dem 16. und 18. Jahrhundert.

Namensbedeutung

Derben kann zum einen von den slawischen Worten "derwo, drjewo" gleich "Holzdorf" hergeleitet worden sein, zum anderen ließe die Geschichte aber auch die Übersetzung der Wörter "darbna, darobna" gleich "geschenktes Gut" zu.

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