Ortschaft Ferchland

In der Nähe der Fähre Ferchland befindet sich das Steilufer mit dem Galgenberg als höchster Punkt. Er liegt 61,8 m über NN und etwa 30 m über der Elbe. Sitzgruppen und Bänke laden hier zum Verweilen ein. Von hier hat man einen wunderbaren Ausblick auf die Elbauen, kann im Norden die Türme von Tangermünde sehen und im Südwesten weit über Bittkau hinaus blicken.

Seit Gründung der Domänenämter gehörten zum Amtsbezirk Ferchland einst Klietznick und bis zu seiner Aufgabe 1791 durch Elbehochwasser auch Heidebleck. Die alte Kirche von Ferchland wurde Stück für Stück von der Elbe eingerissen. Deshalb wurde 1726-1729, damals nördlich des Ortes, eine neue Fachwerk-Kreuzkirche errichtet, Baumeister war August Martini. Mit den gepflegten Anlagen um die Kirche ist das Zentrum ein Blickfang des Ortsteils.

Landwirtschaft und Schifffahrt waren die Hauptbeschäftigung der Einwohner. Die Fähre führt Menschen der Kreise Stendal (Altmark) und des Jerichower Landes zusammen. Weit über die Landesgrenzen hinaus sind das Eisbaden im Januar/Februar am Feuerlöschteich und die Motocross-Meisterschaften im Frühjahr jeden Jahres bekannt.

Die Vereine haben im Elbehaus eine Bleibe gefunden, in der Gemeinschaft gepflegt wird. Anglerverband, Sportgruppen, Heimat- und Frauenverein treffen sich hier.

Von Norden kommend erreichen Sie in unserer Gemeinde Elbe-Parey im Ortsteil Ferchland den Elberadweg und den Altmark-Rundkurs. Der Elberadweg führt weiter durch die Elbauen der Ortsteile Derben, Parey und Zerben. Der Altmark-Rundkurs dagegen verläuft weiter durch die Ortsteile Derben, Parey, Güsen nach Hohenseeden und weiter Richtung Parchen.

Der Ortschaftsrat und seine Mitglieder

Der Ortschaftsrat Ferchland besteht aus 5 Ortschaftsratsmitgliedern. Öffentliche Ortschaftsrats-sitzungen finden in unregelmäßigen Abständen im Dorfgemeinschaftshaus statt. Die Bekanntmachungen der Sitzungen des Ortschaftsrates erfolgen im Aushangkasten am Verwaltungsgebäude der Gemeinde Elbe-Parey, Ernst-Thälmann-Straße 15, in Parey.

Das Wappen von Ferchland

Wappen von Ferchland

Die Gemeinde Ferchland führte als Wappen ein silbernes Schild, darin pfahlweise drei rote Fische, der mittlere linksgewendet. Diese Fische beziehen sich auf den einstigen Fischreichtum der Elbe, an deren Ufer Ferchland liegt.

Da sich die Fische mit der sogenannten Fettflosse ausweisen (zwischen Rückenflosse und Schwanz), handelt es sich offenbar um die Bezugnahme auf den Lachs. Auch die in beiden Richtungen gerichteten Fische deuten den Lachszug mit Kommen und Gehen an. Die Symbolik des Wappens wurde in ähnlicher Form schon seit 1870 im Siegel des Ferchländer Ortsvorstehers genutzt.

Mit dem Zusammenschluss zur Gemeinde Elbe-Parey am 1. September 2001 verlor das Wappen seinen offiziellen Charakter. Es symbolisiert aber weiterhin die Geschichte des Ortes.

Eindrücke aus Ferchland

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Wichtige Fakten

Ortsbürgermeister: Otto Schmidt
Einwohnerzahl: 563 (Stand: 12/2018)
Flächengröße: 1202 ha

Erste urkundliche Erwähnung: am 04.12.1302; als Zeuge erscheint 1305 Rufus von Verchlande bei der Unterzeichnung eines Vertrages zwischen dem Kloster Jerichow und Gerhard von Plotho.

Ferchland in der Gemeinde Elbe-Parey

Sehenswürdigkeiten

Ferchland liegt am dichtesten am Elbstrom; am Steilufer befindet man sich 30 m über der Wasseroberfläche und kann seinen Blick weit in die Elbauen schweifen lassen.

Namensbedeutung

Ferchland hat als ersten Teil das slawische "verchu" gleich "Höhe" als Wortstamm, dem später das deutsche "Land" angehängt wurde.

Weitere Informationen

Übersichtsplan
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